Brautnachtlied


Der Hochzeitsbrauch des Brautliedsingens

Das Brautlied wird traditionell am Vorabend der Hochzeit bei den Eltern der Braut gesungen. Dabei können neben den Brauteltern und der Braut auch der Bräutigam anwesend sein. Gesungen wird das Brautlied regional unterschiedlich entweder nur von den weiblichen Verwandten bzw Freundinnen der Braut oder auch ihren Freunden. Nach dem Singen des Brautliedes erhalten die Sängerinnen bzw Sänger von den Eltern der Braut eine Jause. Wichtig ist dabei, dass der Bräutigam die Gesellschaft spätestens um Mitternacht verlassen muss.

 

1. Strophe:

Die Sonne neiget sich,

geht nun zur Ruh,

sie wirft den letzten Blick

dir freundlich zu.

Es ist das letzte Mal

dass dich der Sonnenstrahl

in deinem Kämmerlein

als Braut erschaut.

 

2. Strophe:

Vertrau auf den lieben Gott,

und habe Mut,

er hilft die in Angst und Not,

ist ja so gut.

Wünscht dir Himmelsbraut

ein wahres Glück, ja Glück,

weil tief ins Herz die schaut,

ihr milder Blick.

 

3. Strophe:

Die Sternlein ohne Zahl,

in ihrer Pracht,

wünschen dir tausend Mal,

eine gute Nacht.

Hast du geprüft dein Herz,

treibst du damit nicht Scherz,

es ist die letzte Nacht,

junge Braut gib Acht.