Brautentführung - Brautstehlen


Im Zuge des Hochzeitsfestes, in der Regel nach dem Essen, dem Eröffnungswalzer und den Ansprachen (Brautvater, Bräutigamvater, usw) wird die Braut „entführt“. Dabei ziehen die „Entführer“ mit der Braut und ihrem Anhang zu einem oder mehreren Lokalen oder auch in einen separat abgetrennten Bereich des Hochzeitslokales. Dort wird tradtionell Schaumwein (Sekt, Champagner, Prosecco) oder Wein getrunken. Die Zeche dafür hat der Bräutigam oder (regional unterschiedlich) sein Trauzeuge (Beistand) oder der Brautführer zu zahlen. Das Auslösen der Braut wird oft mit einer Aufgabe für den Bräutigam verbunden. Angeblich geht dieser Brauch auf das vermeintliche Recht der Ersten Nacht (ius primae noctis) im Mittelalter zurück. Die Geschichtswissenschaft sieht in diesem Recht eher eine literarische Fiktion.